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Mit einem Bein in beiden Welten, doch nirgends mit beiden Füßen auf dem Boden.

Eines der Themen, die einen während einer regnerischen Nacht in einem Chatgespräch mit einem guten Freund beschäftigen. Eigentlich wollte ich nur einen Film gucken, hab ein bisschen im Internet gesurft und nach einem geeigneten Film Ausschau gehalten. Schon da war mir ein wenig melancholisch zumute. Und mit dem Lesen von Filmbeschreibungen kamen immer mehr Gedanken an die Vergangenheit hoch. Und ich begann in Erinnerungen zu stöbern, alte Geschichten und Chatnachrichten auszugraben. Und ich fühlte mich in die Vergangenheit zurückversetzt.
Da kam es mir gerade recht, als ein guter Freund mich anschrieb und wir begannen, über das Leben, die Vergangenheit, die Zukunft, Erinnerungen und all das zu philosophieren.
Wie fühlt man sich, wenn man eigentlich Zeit mit Freunden verbringen möchte, aber dann auf einmal doch am Liebsten alleine sein möchte. “Einsamkeit allein ist Einsamkeit, Einsamkeit unter Menschen ist Tristesse” singen Muff Potter. Wie wahr, wie wahr. Wie oben schon geschrieben, man fühlt sich beiden Welten zugehörig und dann doch als Außenseiter.
Gedanken gehen einem durch den Kopf. Was hätte man anders machen können? Ist mein Leben so gelaufen wie es sein sollte? Bin ich zufrieden? Was möchte ich noch erreichen?
Gleichzeitig der Gedanke an Einsamkeit, an Unverständnis. Obwohl man doch weiß, dass es Leute gibt, die für einen da sind.

Auf jeden Fall vielen Dank für das tolle Gespräch, das mir aus dieser gedankenschweren Nacht geholfen hat :)

Hin- und Hergerissen

Kennt ihr das, wenn ihr etwas erreichen wollt, euch aber absolut die Motivation dafür fehlt? Viel lieber würdet ihr was anderes machen, weil alles ist so viel faszinierender. Andererseits seid ihr ehrgeizig, habt ein Ziel, das ihr erreichen wollt. Und schon steckt ihr in der Zwickmühle. Macht ihr das, was euch Spaß macht, weil euch das Andere vielleicht doch nicht so wichtig ist? Oder siegt doch irgendwann der Ehrgeiz über die Motivation? Oder lasst ihr einfach alles auf euch zukommen, hofft, dass auch ohne viel Arbeit der Ehrgeiz annehmbar befriedigt wird?
Man merkt, ich lerne mal wieder auf Prüfungen … ;)

Gestern war ich mal wieder auf einem Beachturnier. Vermutlich das letzte Damen-Turnier für mich in diesem Jahr :( Das wollte ich eigentlich voll auskosten, mein Ziel war das Finale zu spielen. Bei 8 Teams eigentlich ein erreichbares Ziel. Wäre da nicht das Halbfinale gewesen, in dem wir beide einfach nicht genügend Druck gemacht haben bzw. etwas zu unkonzentriert waren. Schade eigentlich, dass es “nur” für den dritten Platz gelangt hat. Aber dennoch hat sich der Tag gelohnt, denn es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, neue Leute zu treffen, zu spielen und auch etwas zu erreichen.

Medianight

Nun ist sie vorbei. Die Nacht (oder eher der Abend) auf den wir das ganze Semester hingearbeitet haben. Medianight an der Hochschule.
EIn Semester lang war ich fast jeden Tag von morgens bis abends in der Hochschule, oft noch am Wochenende, und habe gemeinsam mit zwei Freunden an unserem Animationsprojekt gearbeitet. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, aber dennoch bin ich froh, dass es vorbei ist und ich auch mal wieder ein bisschen Luft und Zeit für andere Dinge habe.
Unser Film ist super geworden, er ist scheinbar auch bei den Zuschauern gut angekommen :D Und wir haben den Abend und das Ende dieses außergewöhnlichen Semesters (denn wie oft verbringt man tagtäglich den ganzen Tag mit supernetten Leuten?) ausgiebig gefeiert.
Leute, es war super!

Da sitzt man nichtsahnend am Laptop, drückt sich vorm Lernen – und auf einmal ruft jemand über Skype an. Von Hawaii aus. Nichts hebt die Laune schneller als ein Anruf von der liebsten Person der Welt.
Ein bisschen bin ich ja neidisch auf das tolle Wetter und das Meer und den Strand und die Wärme und überhaupt … ich sitze hier im Regen, muss lernen, fühl mich einsam und mein Freund treibt sich auf der anderen Seite der Welt rum.
Andererseits freut man sich dann immer wahnsinnig über einen Anruf, auch wenn der einem immer in Erinnerung ruft, wie sehr man die andere Person neben sich vermisst. Zum Glück überwiegt immer die Freude :)

Freunde und Freunde

Ich bin ein Mensch, der Geburtstage für wichtig erachtet. Es ist der einzige Tag im Jahr, an dem ich mich wichtig fühlen kann, wichtig fühlen darf, an dem ich mal ohne schlechtes Gewissen egoistisch sein darf und an dem ich die Aufmerksamkeit bekomme, die jeder auch gerne an anderen Tagen hätte. Sprich: der Tag, an dem ich die Hauptperson bin. Daher reagiere ich auch schon grantig, wenn einer meiner Freunde vergisst, mir zu gratulieren. In der Mittelstufe hat das eine damalige Freundin wohl deutlichst zu spüren bekommen …
Und damit ich an so einem Tag auch nicht zu kurz komme, muss gefeiert werden. Jedes Jahr. Je nach Laune eine große Grillparty, ein Tag mit den besten Freunden auf dem Straßenfest oder ein Abend mit den besten Freunden in einer Bar. Letzteres war dieses Jahr der Fall. Zumindest für meine “neuen” Freunde, also diejenigen, die ich erst seit dem Studium kenne, was bedeutet ein bis zwei Jahre. Fast alle waren sie, hatten sich Gedanken um Geschenke gemacht (voll tolle übrigens!) und haben mit mir gemeinsam einen tollen Abend verbracht.
Und dann ist da noch der andere Teil der Freunde … diejenigen, die ich noch aus der Schulzeit, wo der Kontakt eher sporadisch ist, aber die ich schon seit vier, fünf, zehn Jahren kenne. Mit denen ich wollte am Tag darauf, wenn ich wieder in der Heimat bin, aufs Straßenfest gehen. Straßenfest – wie jedes Jahr an oder um meinen Geburtstag herum und schon so oft als Geburtstagslokation missbraucht. Habe rechtzeitig die Mail dazu rumgeschrieben, an die wenigen Freunde von damals, da zum Straßenfest ja eigentlich fast jeder nach Hause wenn. Nach fünf Tagen kam die erste Antwort: “ich bin dieses Jahr leider nicht am Straßenfest in Backnang”. Hmpf, dachte ich mir, schade.
Kurz darauf die nächste Antwort. Die anderen Antworten kamen nur auf Nachfrage. Und alle lauteten sie in etwa gleich: “ich habe keine Zeit”. Einmal der Vorschlag, sonntags was zu machen. Ich war enttäuscht. Und begann mich wirklich zu fragen, wer meine Freunde sind.
Ich meine, mir geht es ja nicht nur darum, Geburtstag zu feiern und im Mittelpunkt zu stehen, sondern auch die Leute mal wieder zu sehen, mal wieder mit ihnen reden (man hört ja sonst nichts mehr von ihnen), Neuigkeiten auszutauschen, mal wieder gemeinsam feiern. Aber nein. Keiner kam auch nur auf die Idee, man könnte sich ja am Straßenfestwochenende treffen. Und dann hat niemand, aber auch wirklich niemand Zeit was mit mir zu unternehmen. Scheinbar werden alte Freunde schnell vergessen. Ich weiß selbst, wie mühsam es ist, sich aufzuraffen und ne Mail zu schreiben, bin ich doch selbst kein großer Mailschreiber, aber dann könnte man doch wenigstens so eine Gelegenheit nutzen. Eine Gelegenheit, die im Grunde schon ein Jahr früher feststeht, eine Gelegenheit, die quasi in die Grundfesten hier gemauert ist – das Straßenfest ist dazu da, Leute zu treffen.
Leute trifft man da, welche, die man länger nicht mehr gesehen hat, Leute, mit denen man nicht mehr viel zu tun, Leute, die man vielleicht auch gar nicht treffen wollte. Aber seine alten Freunde trifft man dort scheinbar nicht.

EDIT: Eine hat sich doch noch gemeldet. Heute gehts aufs Straßenfest :) Merke: alte Freunde sind nicht alle doof. Ein paar sind doch Freunde.

Ich weiß nicht, was die Leute machen … ich meine, schnell sind sie zwar, aber wenn sie unfähig sind, mir meine Pakete zuzustellen, gehe ich doch lieber zum gelben Konkurrenten.
Aber von vorne.
Am Wochenende hab ich ein Geschenk bestellt und war mir nicht sicher, wie schnell das geliefert wird. Daher bat ich einen Freund, ob ich es seine Adresse schicken könnte, da ich ab Donnerstag im Urlaub bin. Er hat natürlich ja gesagt, und zu meiner Freude hab ich am Montag die Versandbestätigung bekommen, ergo sollte das Paket gestern ankommen. Tat es auch. Morgens um neun. Mein Bekannter war noch zu Hause, hat aber die Klingel nicht gehört. Vermutet er. Ich habe schlimmere Vermutungen. Aber gut. Mein Bekannter meinte, er sei am nächsten morgen arbeiten, also könne das Paket wieder nicht zugestellt werden. Hm. Nach Überlegen kam ich auf die Idee, auf der UPS-Seite mit meiner Paketnummer nach dem Status meines Paketes zu schauen (hoch lebe das Internetzeitalter!). Und siehe da, ich habe Optionen, wie das Paket abholen (na klar, ich fahre eineinhalb Stunden mit der Bahn zum nächsten UPS-Lager), einen anderen Termin oder eine andere Adresse. Also flugs meine eigene Adresse angegeben und heute morgen auf UPS gewartet. Konnte ja nebenbei was arbeiten, von daher war es nicht so schlimm. Mittags musste ich allerdings weg und hab gehofft, die liefern wieder morgens. Falsch gedacht. Um kurz nach eins geh ich mit Überlegung, wie ich mein Paket nun erhalte, aus dem Haus, schaue in den Briefkasten – und was sehe ich? Einen gelben UPS-Zettel mit Zeitpunkt 13 Uhr -.-
Faszinierend. UPS schafft es nicht, bei mir in der Wohnung oder im Zimmer zu klingeln, um mir mein Paket zuzustellen, sondern gibt es beim Nachbarn ab. Wozu war ich bitte den ganzen Morgen zu Hause?! Und wie schwer kann es sein, bei mir zu klingen?!
Meine nächsten Pakete werde ich soweit wie möglich von anderen Zustellern liefern lassen – die klingeln auch mehrmals, und der nächste Abholort ist nur zehn Minuten entfernt.

Das Wochenende war sehr erfolgreich – zwei Beachturniere (LBS C-Cup) gespielt und den vierten und zweiten Platz von sechszehn gemacht :D Und es hat echt Spaß gemacht zu spielen, so gut war ich schon lange nicht mehr, meine Partnerinnen waren auch gut drauf und das Netz war so toll niedrig :)
Ich freu mich schon auf die nächsten Turniere, nur leider frisst nun erstmal das Animationsprojekt meine Zeit … :/ Da kann ich froh sein, wenn ich unter der Woche mal zum Beachen komme.

Aber dafür gehts dieses Wochenende nach Frankreich zum Volleyball spielen (in der Halle), die Woche danach nach Spanien (Urlaub mit der tollsten Person der Welt :D) und das dritte Wochenende bin ich in Mainz – ebenfalls Volleyball spielen. Also sollte ich mich nicht beklagen, dass ich nicht beachen kann ;)

Lang ist’s her …

Tja, nach meiner Ankündigung, hier öfter zu posten, hab ich erstmal nichts gepostet … ich weiß auch nicht genau, wieso. Zu viel zu tun, zu wenig erzählenswertes, usw.
Vielleicht bessert sich das ja, aber irgendwie macht es auch keinen Spaß zu schreiben, wenn niemand liest. Gibts hier denn ein paar Leser? Meldet euch! ;)

Von Lust und Ideen

DIe Schreiberei ist ja etwas, das einen vermutlich nie ganz loslässt. Ich habe zwar die letzten eineinhalb Jahre nicht mehr als zwei kurze Geschichten, die man eher als Gedanken beschreiben könnte, geschrieben, aber die Lust am Schreiben ist geblieben.
Noch immer packt es mich, wenn ich über meine angefangen Romane auf der Festplatte stolper, einen Wettbewerbstext lese oder ich mich an eine meiner Kurzgeschichten erinner. Dann will ich sofort den Bleistift in die Hand nehmen oder mich an die Tastatur setzen und drauflos tippen, in der Welt der Buchstaben, Charaktere und Handlungen verschwinden.
Aber irgendetwas hindert mich. Blockiert mich. Eine Schreibblockade, wie sie im Buche steht. Ich habe viel weniger Zeit als früher, ich habe viel mehr zu tun und zu denken. Und meine Ideen sind … nicht überzeugend. Zumindest mich überzeugen sie nicht. Fantasy – alles schon mal dagewesen. Historisches – keine Zeit für Recherche. Aktuelles / Realistisches – nichts, was interessant genug wäre.

Die Lust am Schreiben ist da – aber die Ideen überzeugen nicht. Und so bleibt eine unerfüllte Lust. Die ich nun versuche, mit Blogbeiträgen zu stillen.

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