Als Autor liest man ja auch sehr viel, und das meist in dem Genre, in dem man auch selbst schreibt. In meinem Fall ist das größtenteils die Fantasy. Und da ich meine Meinung nun mal nicht für mich behalten kann, werde ich hier nach und nach verschiedene Bücher, die ich gelesen habe und weiterempfehlen möchte, vorstellen.
Zuerst einmal finde ich es aber wichtig, zumindest grob abzugrenzen, was für mich unter Fantasy fällt.
Fantasy ist ein Wort aus dem Englischen und bedeutet übersetzt Fantasie, was in Deutschland allerdings niemanden daran hindert, den Begriff Fantasy allein als Genrebegriff anzusehen. Merkmale der Fantasy, einem Untergenre der phantastischen Literatur (dazu gehören u.a. auch Horror und Science-Fiction), ist das Vorhandensein von Übernatürlichem, in den meisten Fällen Magie, und in einigen Fällen eine fiktive, häufig mittelalterlich oder seit neustem auch japanisch angehauchte Welt.
Aber auch die Fantasy lässt sich in Untergenre aufteilen:
High Fantasy
High Fantasy wird oft auch als klassische Fantasy bezeichnet. Zu ihren Merkmalen zählen eine fiktive Welt (wie z.B. Andrahir) und Magie und häufig sind die Romane episch angelegt. Bekanntestes Beispiel wird wohl „Der Herr der Ringe“ von J. R. R. Tolkien sein.
Low Fantasy
Low Fantasy ist auch unter den Namen Sword & Sorcery oder Heroische Fantasy bekannt. Ein wichtiges Merkmal ist hier ebenfalls die fiktive Welt, in der die Geschichte spielt, aber im Gegensatz zur High Fantasy ist sie nicht episch angelegt und existiert kein Gut und Böse, das gegeneinander kämpft. Häufig gibt es hier sogenannte Questen, in denen der Held oder die Helden Abenteuer bestehen müssen, die sie eher persönlich betreffen. Also nicht das inzwischen klischeehafte Weltretten. Bekanntes Beispiel ist „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin.
Urban Fantasy
Urban Fantasy wird auch als Phantastik bezeichnet. Kennzeichnend ist, dass der Roman vor realem Hintergrund spielt, versetzt mit Fantasy-Elementen. Als Beispiel kann man hier viele von Wolfgang Hohlbeins Büchern nennen, u.a. „Märchenmond“. Aber auch „Harry Potter“ fällt in dieses Genre.
historische Fantasy
Historische Fantasy, auch pseudohistorisch genannt, bezeichnet Romane, die historische Begebenheiten mit fantastischen Elementen verknüpfen. Ein sehr gutes Beispiel ist „Der Clan der Otori“ von Lian Hearn.
humoristische Fantasy
Das größte Merkmal der humoristischen Fantasy ist Ironie oder der Sarkasmus in bezug auf existierende Fantasy-Elemente, aber auch humoristische und parodistische Geschichten fallen darunter. Bekanntestes Beispiel werden wohl Terry Pratchetts „Scheibenwelt“-Romane sein.
Märchen
Hier fallen sowohl die klassischen Märchen als auch modernisierte Märchen darunter. Merkmal ist die Betonung auf märchen- und zauberhaften Elementen.
Dark Fantasy
Dark Fantasy bezeichnet eine Mischung aus Horror und Fantasy. Hier fällt die klare Abgrenzung oft schwer.
Animal Fantasy
In der Animal-Fantasy sind Tiere die Hauptfiguren, können häufig sprechen und denken und handeln wie Menschen. Oft soll so eine parallele Gesellschaft geschaffen werden. Eines der bekannteren Beispiele ist vermutlich „Watership Down“ von Richard Adams.
Pseudo-Dokumentation
Pseudo-Dokumentation bezeichnet fiktive Sachbücher, deren Inhalt fantastisch ist, also in Wirklichkeit nicht existiert. Als Beispiel sind hier die Sachbücher zu Harry Potter zu nennen.
Science Fantasy
Science Fantasy ist eine Mischung aus Fantasy und Science Fiktion. Merkmal ist häufig eine Parallelwelt mit fortgeschrittenen Technologien der Vergangenheit. Auch bekannt als Steampunk.
Ich habe hier die Kinder- und Jugendfantasy, die ja auch existiert, mal außen vorgelassen, da ich es viel sinnvoller finde, sie ebenfalls in diese Aufteilung einzureihen. Schließlich werden viele Jugendbücher auch von Erwachsenen gelesen und umgekehrt.
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